Ist Ripple das Bindeglied zwischen Bank und Bitcoin?

Immer mehr Banken verfolgen die Absicht, demnächst mit einer eigenen Kryptowährung an den Start zu gehen. Mit sogenannten „Stable Coins“ wäre es der Bank möglich, eine Rolle als Vermittler einzunehmen, um so das Bindeglied zwischen dem Fiatgeld und der Kryptowährung für Einzelpersonen wie Institutionen zu werden.

 

Jedoch werden vor allem die richtig großen Finanzinstitute zu dem Ergebnis kommen, dass es wohl wesentlich einfacher, effizienter und vor allem auch günstiger ist, wenn man auf die vom Ripple geschaffene Infrastruktur zurückgreift. Schlussendlich hat es schon einen Grund, warum der Ripple auch als „Bitcoin für die Banken“ bezeichnet wird.

 

Ripple drängt sich in den Vordergrund

Heutzutage ist der Ripple durchaus all jenen ein Begriff, die sich mit der Finanzwelt, insbesondere dem Kryptomarkt, befassen. Das Unternehmen stellt für die Banking-Branche zahlreiche Software-Lösungen zur Verfügung – so kann man mit xRapid, xVia oder auch xCurrent Transaktionen schnell und vor allem auch ausgesprochen kostengünstig abwickeln.

 

Das ist auch der Grund, warum der Ripple auch gerne als „Banken-Bitcoin“ bezeichnet wird. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Ripple zudem immer stärker in den Mittelpunkt drängt, besteht auch die Chance, dass demnächst die veraltete SWIFT abgelöst werden könnte.

 

Würde der Ripple hier eine tatsächliche Alternative schaffen, so könnte das enorme Auswirkungen auf den Kurs der Kryptowährung haben. Das Allzeithoch, das Anfang 2018 aufgestellt wurde und noch immer bei 3,40 US Dollar liegt, könnte dann wohl problemlos übertroffen werden.

 

CEO hofft auf eine baldige Zusammenarbeit

 

Von Seiten Brad Garlinghouse, dem CEO von Ripple, wurde bereits behauptet, dass die großen Finanzinstitute, trotz der Bedrohung, die von Seiten der Kryptowährungen gegenüber das Oligopol ausgeht, einen durchaus guten wie auch nachvollziehbaren Grund haben würden, die Krypto- wie auch Blockchain-Innovation mit offenen Armen aufzunehmen.

 

So betonte Garlinghouse, er würde es sehr wohl gutheißen, wenn man mit den großen Banken wie auch Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten könnte – der Ripple soll schlussendlich ein Teil des Systems werden und nicht gegen das System auftreten. Garlinghouse betonte zudem auch, anonyme Transaktionen, die Behörden wie Regierungen umgehen, würden sich angesichts regulatorischer Bedenken bezüglich Terrorismusfinanzierung wie Geldwäsche nicht durchsetzen können. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Regierungen wie Banken hier raushalten werden. Von Seiten der Banken wird ein Rechtsrahmen, der durchaus wichtig für die Gesellschaft ist, geliefert. Zudem glaube ich, dass die Banken auch in naher Zukunft eine große Rolle spielen werden. Ich gehe auch davon aus, dass die neuen Technologien von den Banken genutzt werden, da sie so ihre Geschäfte ausbauen können“, so der Ripple-CEO.

 

Kryptowährungen werden wieder stärker

 

Es sieht fast so aus, als würde der Ripple bald die Hand in Richtung des traditionellen Systems ausstrecken – das ist auch ein Grund, warum es viele Krypto-Fans gibt, die sich bereits gegen den Ripple ausgesprochen haben – und lieber Bitcoin kaufen. Das heißt, es wird demnächst auch die Frage beantwortet werden, ob der Umstand, dass der Ripple auf die Bankenwelt zugeht, einen positive Einfluss auf den Kurs haben wird oder nicht.

 

Der Kryptomarkt erlebt aktuell wieder bessere Tage: Der Bitcoin scheint sich von seinem Absturz erholt zu haben und konnte von 3.500 US Dollar (Januar 2019) auf über 8.000 US Dollar (Mai 2019) klettern; auch andere Kryptowährungen durften sich durch den Höhenflug des Bitcoins über gehörige Kurssteigerungen freuen – so auch der Ripple.

 

Aufgrund der Tatsache, dass der Ripple um rund 88 Prozent vom Allzeithoch entfernt ist, gibt es zudem auch noch genügend Luft nach oben. Im Januar lag der Ripple im Bereich der 0,36 US Dollar, Mitte Mai befand sich der Ripple bei 0,40 US Dollar.

 

Ripple bleibt hinter den Erwartungen

 

Die Kursentwicklung zeigt, dass der Ripple ein Sorgenkind bleibt – auch wenn man einen Kursgewinn verzeichnen konnte, so kann der Ripple nicht mit den anderen Kryptowährungen mithalten. Aktuell befindet sich der Ripple im Ranking der Top 100 Kryptowährungen, gemessen an der Marktkapitalisierung, auf Platz 3. Die Marktkapitalisierung beträgt 17,1 Milliarden US Dollar – federführend ist der Bitcoin (154 Milliarden US Dollar). Auf dem zweiten Platz liegt Ethereum (28 Milliarden US Dollar).