Ist mein Geld auf dem Girokonto sicher?

Nach den vielen Finanzkrisen und den Schließungen von Banken nach der Jahrtausendwende sind viele Verbraucher verunsichert. Sie haben Angst, dass ihr Geld auf dem Girokonto nicht sicher ist, und stellen sich die Frage wer bezahlt, wenn eine Bank Pleite geht. Privat- und Geschäftskunden müssen sich aber normalerweise keine Sorgen machen. Die Banken sind gesetzlich zur Einlagensicherung verpflichtet.

Die Einlagensicherung bei Banken gilt für Spar- und Girokonten

Laut einer Statistik belief sich zum Ende des Jahres 2019 die Höhe der Einlagen inländischer Privatpersonen bei Banken in Deutschland auf rund 2.392,4 Milliarden Euro. Diese Einlagen sind seit dem 1. Januar 2011 pro Person bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesichert. Die Einlagensicherung der Banken wurde nach der Finanzkrise im Jahr 2008 von 50.000 auf 100.000 Euro erhöht und gilt mittlerweile für alle Banken der Europäischen Union. Sie greift für die Guthaben auf Spar- und Girokonten. Viele Banken und Finanzinstitute sind mit Sicherheit auch gegen einen Verlust abgesichert und haben das Risiko mit einer Versicherung minimiert. Eine Vermögensschadenhaftpflicht ist an die unterschiedlichen Risikoverhältnisse angepasst. Diese Versicherung ist auch für Unternehmer und Gewerbetreibende sehr gut geeignet.

Angelegtes Geld ist im Ausland nicht immer sicher

Geldanleger, die deutschen Banken nicht trauen, können ihr Geld auch bei Banken der Europäischen Union anlegen. Es ist möglich bei den Banken im Ausland Sparbücher, Girokonten und Tagesgeldkonten zu eröffnen. Auch hier greift selbstverständlich die Einlagensicherung. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Banken die vorgegebenen Richtlinien nicht identisch umsetzen. Länder die zur EU zählen, aber nicht den Euro als Zahlungsmittel haben, können Kursverluste bei ihrer Währung haben. Von einem Kursverlust ist auch die Einlagensicherung betroffen. Durch die Abwertung könnte die Höhe von 100.000 Euro unterschritten werden. Aber auch bei ausländischen Banken, die den Euro als Zahlungsmittel haben, ist das Geld nicht immer sicher angelegt. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Griechenland, sind die Töpfe der Banken leer. Meldet eine Bank Konkurs an, kann nicht für die Rückzahlung der Einlagen garantiert werden.


Bankkunden in Deutschland müssen sich keine Sorgen machen

Wer sein Geld bei einer Bank in Deutschland auf einem Girokonto, einen Tagesgeldkonto oder einem Festgeldkonto deponiert hat, muss sich grundsätzlich keine Sorgen machen. Das Gros der Banken in Deutschland ist finanziell sehr gut aufgestellt und geht verantwortungsvoll mit dem Geld seiner Kunden um. Dies gilt vor allem für die Kunden der Sparkassen, die alleine schon mehr als 50 Millionen Kunden in Deutschland betreut oder die rund 20 Millionen Mitglieder der Volks- und Raiffeisenbanken. Allerdings müssen Bankkunden oder Mitglieder von Banken immer bedenken, dass beim Anlegen und deponieren von Geld jederzeit ein gewisses Risiko bestehen bleibt. Auch mit einer Einlagensicherung, die sogar gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt es keine Sicherheit, die zu 100 Prozent garantiert werden kann.